Äthiopien: Priester, Klöster, Nilpferde

Äthiopien, Kunst und Kultur, Rundreise, UNESCO

ጣና ሐይቅ – der Tanasee ist der größte Äthiopiens und liegt auf fast 1.800 m Höhe. Eine Quelle des Nils und damit Stifter von Hochkulturen und Wohlstand im Norden Afrikas. Flusspferde tummeln sich am Ausfluss des Blauen Nil, Fischerboote sind selten, da der Bestand schon ziemlich leer gefischt wurde. Touristen und Pilger werden zu den Klöstern geschifft und sorgen für ein wenig Einkommen.

Das Ura Kidane Mihret Kloster auf der Halbinsel Zeghe ist eins von Dutzenden an, im und um den See. Insgesamt ein heiliger Ort für die orthodoxen Christen Äthiopiens.

Die Ausbildung der Novizen dauert 7 Jahre, die der Priester insgesamt 25. Es gibt viel zu lernen. Rund um die Kirche leben sie in kleinen Hütten, meist zu zweit auf engstem Raum. Lesen, beten, studieren. Malen historische Bilder vom heiligen Georg oder aus dem Leben Christi auf Papier, Leder, Holz. Farbenprächtig sind die Ergebnisse, wie die Fresken der Kirchen. Alles hat seine mystische Bedeutung, nichts ist so, wie es scheint. Jeder Eingang, jede Richtung, jede Form, jede Farbe, jedes Bild, jedes Detail ist dem untergeordnet.

Am Ufer, Richtung Nil Wasserfälle, ist Markttag. In Tis Issak stürzen sich die Nilwasser in die Tiefe. Rund herum wird Qad angebaut, das all gegenwärtige Rauschmittel. Die Böden sind gut, die Wasserversorgung gesichert. Motorradfahrer sind als Kurierdienste unterwegs. Die Beifahrer haben Beutel mit frisch geernteten Blättern auf dem Schoß und bringen sie so schnell wie möglich zu den Großhändlern.

Junge Mädchen verkaufen Handarbeiten an die Touristen, Jungs hüten die Ziegenherden oder sammeln Plastikflaschen zu Weiterverkauf. Ein wenig Idylle in der bitteren Armut drumherum. Der abendliche Rückweg über die Schotterstraßen wird zum Wettlauf gegen den Staub. Der Boden ist trocken, LKW und Busse wirbeln Sand und Dreck auf, die Sonne verdunkelt sich. Es ist kaum etwas zu erkennen. Menschen und Tiere verschluckt der dichte graue Schleier.

Seit Jahrtausenden sind die Schilfboote am See im Einsatz, nachwachsend und recyclingfähig.

Leben am und mit dem See. Wäsche für die Mönche waschen.

Novizen leben und arbeiten in kleinen Hütten rund um das Kloster

Ura Kidane Mihret Klosterkirche

Ein heiliger Mann vor seiner Hütte im Kloster

Kinder leben mit im Kloster und lauschen den Touristen

Was wie naive Malerei wirkt, sind jahrhunderte alte Bilder von Engeln und Propheten

… wie hier Jesus beim Abendmal, der heilige Georg, Jesu Geburt…

Pilger

Die heiligen Bilder und Szenen wurden auf Stoff gemalt und aufgeklebt

Hand gemalte Heiligenbilder

Nilpferde im Abfluss des Blauen Nil aus dem Tana See

Esel sind wichtiges Transportmittel

Markttag auf dem Weg zum Nilkatarakt

Fähre über den Blauen Nil

Qad, eine teeähnliche Pflanze, wird als Rauschmittel angebaut

Moderne junge Frauen aus Addis Abeba

Der Nilkatarakt, Wasserfall in Felsenlandschaft

Die Mädchen verkaufen kleine Handarbeiten an Touristen

Viehmarkt

Motorradfahrer fungieren als Drogenkuriere für frisch geerntetes Qad (Kath)

Der Blaue Nil

Die Straßen sind trocken und staubig.

Drogenkurier auf Schotterpiste


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