Die Zukunft: Futurium

Architektur, Berlin, Deutschland, Kunst und Kultur, Tiergarten

Die Zukunft war früher auch besser, fand Karl Valentin. Das wollten Bundesregierung, Industrie und Forschung mit dem Futurium in Berlin vielleicht widerlegen. Die Zukunft sollte auch in Zukunft besser sein.

Täglich von 10-18:00 Uhr (Do bis 20:00 Uhr) soll in dem neuen Gebäude zwischen Hauptbahnhof und Bundestag an der Spree, gerahmt von berliner Schießschartenarchitektur, gezeigt werden, wie wir zukünftig leben können wollen. Ein schwieriges Unterfangen, bei fortschreitendem Klimawandel, weltweiter Umweltkatastrophen, Verkehrsinfarkt und Müllstrudel im Pazifikstrom. Und schon hier beginnt die Suche in dem mehrstöckigen Gebäude. Nichts davon wird vertieft, findet meist einfach nicht statt. Zukunft sucht mensch leider völlig vergeblich. Gegenwart sehr viel und ausführlich. Nichts von Enterprise oder Babylon 5. Keine Idee, wie neue Verkehrskonzepte aussehen könnten, wie 10, 12 Milliarden Menschen ernährt oder untergebracht, bewegt und vernetzt werden sollen.

Dafür nette Ecken mit Formengebung durch Pilzbefall, selber plotten kleiner Papiervorlagen, ein wenig Technikkunst und viel von dem, was uns schon täglich begegnet. Aber bitte nicht alles anfassen, also hier, dafür dort ja. Kinder verstehen das kaum.

Für einen sonntäglichen Besuch bei schlechtem Wetter ganz schön, Eintritt frei. Nicht zu spät kommen, sonst ist die Schlange am Einlass sehr lang. Das hauseigene Café ist klein und schnell voll, die Umgebung bietet nichts Alternatives am Wochenende, ist eben Behördenviertel. www.futurium.de/de

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The future was also better in the past, Karl Valentin thought. This was perhaps what the Federal Government, industry and research wanted to refute with the Futurium in Berlin. The future should also be better in the future.

Daily from 10am to 6pm (Thu to 8pm), the new building between the main station and the Bundestag on the Spree, framed by Berlin’s embrasure architecture, will show how we want to live in the future. A difficult undertaking, with progressive climate change, worldwide environmental catastrophes, traffic congestion and waste swirling in the Pacific Current. And the search begins right here in the multi-storey building. None of this is deepened, usually simply does not take place. Unfortunately, people search for the future in vain. Present very much and in detail. Nothing from Enterprise or Babylon 5, no idea what new traffic concepts could look like, how 10, 12 billion people should be fed or housed, moved and networked.

For that nice corners with shaping by fungal attack, plotting little paper templates yourself, a little technical art and much of what we already encounter every day. But please do not touch everything, so here, but there yes. Children hardly understand that.

For a Sunday visit in bad weather quite nice, free admission. Don’t be late, otherwise the queue at the entrance is very long. The in-house café is small and quickly filled up, the surroundings offer nothing alternative on weekends, it’s just a government district. www.futurium.de/de


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