Indien: Auroville, die internationale Stadt

Indien, Kloster, Tempel, UNESCO

Irgendwann vor Puducherry, noch in Tamil Nadu, geht es an einem alten Schild rechts ab. Viel verändert sich erst mal nicht, nur die Ökobäckerei und der Pizzabäcker fallen merkwürdig auf. Auch die Europäer in ebensolcher Kleidung auf Fahrrädern und bei joggen sind ungewöhnlich.

Wenn Menschen eine Vision haben, steht noch lange kein Staat oder gar die UNESCO dahinter. Anders war es bei Sri Aurobindo und Mirra Alfassa (Mutter). Sie entwickelten die Gesellschaftstheorie einer universellen Stadt und bekamen vom Indischen Staat, unterstützt von einer UNESCO Resolution, die Möglichkeit, diese Stadt in die Tat umzusetzen. Entstanden ist Auroville, die Stadt der Morgenröte. Hier leben fast 3.000 Menschen in einer Gemeinschaft ohne Bürgermeister, Autoritäten und Religion. Eine Gemeinschaft der Spiritualität, des Lernens und gemeinsamen Lebens.

Zentraler Punkt ist der Matrimandir, eine futuristisch anmutende riesige goldene Kugel in einem weitläufigen Park. Rein kann man als normaler Besucher nicht. Auch vom Aussichtspunkt, nach einem Pflichtfilm über die Entstehung, ist er schon sehr beeindruckend. Alles ist längst noch nicht fertig und wird es wahrscheinlich auch nie sein.

Im Sri Aurobindo Ashram in Puducherry begannen die Ideen zu Auroville, hier sind die beiden Gründer begraben und der Ort ist die spirituelle Heimat der Bewegung. Der Ashram breitet sich in der Gegend immer mehr aus und die erworbenen Häuser werden, zum Unmut der anderen Bewohner, grau-weiss gestrichen. Die überwältigende Farbigkeit Indien geht durch die Anwesenheit verschiedenster Religionsgruppen immer mehr verloren. Nicht nur hier, auch bei muslimischen und christlichen Einrichtungen wird auf grau, schwarz und dunkelblau gesetzt.

Der Wegweiser zu neuen Gesellschaftsformen

Die Herkunft der Bewohner läßt sich nicht verleugnen

Wasser ist in Auroville sauber

Startplatz für Besucher

Der Weg zum Matrimandir

Rund 600 Schüler*innen lernen in Auroville

Die Luftwurzeln des riesigen Banyan Baumes

 

Der Matrimandir (Tempel der Mutter), Geografisches und Meditations-Zentrum von Aurovile.

Farbe auch in der Luft

Viel Handarbeit bei den rund 5.000 indischen Angestellten in Auroville

Bauarbeiten unter weißer Aufsicht

Auch in Auroville ist der böse Blick gefürchtet

Tempelanlage in der dörflichen Umgebung

Auroville bietet organische Lebensmittel und sauberes Trinkwasser.

 

Sri Aurobindo Ashram in Puducherry. Innen besteht Fotografierverbot.

Hier wurden die Gründer von Auroville Sri Aurobindo und Mirra Alfassa (Mutter) bestattet.

Der Ashram kauft immer mehr Häuser der Umgebung. Sie werden Grau-Weiß angestrichen

Der Versuch, durch Aufklärung dem Müllproblem Herr zu werden.


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